Der Finnentest

Einsatzfitness unter Atemschutz realistisch prüfen

Der Finnentest ist die praxisnahe Alternative oder Ergänzung zur klassischen Atemschutzstrecke – organisatorisch flexibel und motivierend für die Einsatzkräfte. Feuerwehren benötigen Leistungsüberprüfungen, die sich einfach in den Dienstbetrieb integrieren lassen, unabhängig von festen Infrastrukturen funktionieren und gleichzeitig die Motivation der Einsatzkräfte fördern, statt reine Bestehenslogiken zu bedienen. Der Finnentest erfüllt genau diese Anforderungen: Er ist klar strukturiert, effizient planbar und bietet transparente Ergebnisse, die von den Einsatzkräften als fair und einsatznah wahrgenommen werden. Mit Hilfe einer fundierten Datenbasis lässt sich so die Einsatzfitness gezielt verbessern

 

Anwendungsbereiche

Der besondere Mehrwert des Finnentests liegt in der einfachen und ressourcenschonenden Organisation. Es entfallen Fahrtzeiten zu externen Atemschutzstrecken ebenso wie der aufwendige Transport von Ausrüstung. Der Finnentest wird in der Regel unter Nutzung der örtlichen Gegebenheiten direkt vor Ort durchgeführt. Das erforderliche Test-Material wird von Spine Base gestellt, für die PSA ist die jeweilige Feuerwehr selbst verantwortlich. 

So lässt sich die Leistungsüberprüfung zeiteffizient, flexibel und ohne zusätzlichen logistischen Aufwand umsetzen. Gleichzeitig ermöglicht der Finnentest eine realistische Bewertung der körperlichen Einsatzfähigkeit unter praxisnahen Bedingungen und schafft damit eine belastbare Trainingsgrundlage.

Der Finnentest ist besonders geeignet für:

  • Berufsfeuerwehren
  • Werkfeuerwehren
  • Feuerwehren mit eingeschränktem Zugang zu Atemschutzstrecken
  • Organisationen mit Fokus auf Prävention, BGM und Einsatzfitness

Einsatznahes Testverfahren

Der Finnentest ist ein standardisiertes, einsatznahes Atemschutz-Testverfahren, das typische körperliche Belastungen aus dem Feuerwehrdienst kombiniert und vor Ort durchgeführt wird. Er hat sich international bewährt und wird als Alternative oder Ergänzung zur Atemschutzstrecke eingesetzt. Die Durchführung erfolgt durch Spine Base mit fachkundiger Betreuung und klar strukturiertem Ablauf, angepasst an Mannschaftsstärke und örtliche Rahmenbedingungen.

Individuelle Mess-Ergebnisse

Die Teilnehmenden erhalten eine detaillierte Auswertung ihrer Testergebnisse und eine entsprechende Trainingsempfehlung. Dabei steht zunächst die benötigte Zeit pro Übungselement im Fokus. Zudem werden die individuelle Herzfrequenzvariabilität (HRV) und der Trainingsimpuls (TRIMP) sowie der Luftverbrauch ermittelt. Die Dokumentation berücksichtigt dabei die aktuellen Datenschutzvorgaben – eine Weitergabe persönlicher Daten an Vorgesetzte findet nicht statt.

Mitarbeitermotivation durch Abwechslung

Der Finnentest bietet gegenüber der klassischen Atemschutzstrecke einen hohen motivationalen Mehrwert, da er neu, abwechslungsreich und deutlich einsatznäher gestaltet ist. Unterschiedliche Belastungsbereiche werden gezielt angesprochen, statt immer gleiche Abläufe zu wiederholen. Während bei der Atemschutzstrecke erfahrene Einsatzkräfte oft im Vorteil sind, da sie den Ablauf kennen und ihre Kräfte gezielt einteilen können, fordert der Finnentest alle Teilnehmenden gleichermaßen neu.

So läuft ein Finnentest ab

Der Finnentest besteht aus fünf aufeinanderfolgenden Übungen, die zentrale Einsatzbelastungen unter Atemschutz realistisch abbilden:

1. 100-Meter-Gehen mit und ohne Last

Der Finnentest startet mit einer moderate Ausdauerbelastung, die zusätzlich einen Kraftanteil enthält. Dabei wird eine definierte Strecke jeweils mit und ohne Zusatzgewichte (z.B. Schaummittel-Kanister) absolviert.

2. Treppensteigen

Hierbei wird ein Aufstieg in höhere Stockwerke zur realitätsnahen Abbildung einsatztypischer Belastungen simuliert. Die Ausführung richtet sich dabei nach den örtlichen Gegebenheiten (z.B. Anzahl der verfügbaren Stockwerke).

3. Reifenhämmern

Bei diesem Kraftausdauertest wird ein liegender LKW-Reifen mit einem Vorschlaghammer über eine vorgegebene Strecke getrieben. Dabei steht die Ganzkörperkraft im Fokus.

4. Hindernisparcours

Mit dem abwechselnden Übersteigen und Unterkriechen von Hindernissen werden Beweglichkeit, Koordination und Belastbarkeit beim Arbeiten mit persönlicher Schutzausrüstung überprüft.

5. Schlauchaufrollen

Beim abschließenden Testelement wird ein flach ausgelegter C-Schlauch in Brusthöhe aufgerollt. Dies dient zur Beurteilung der Arm-, Schulter- und Griffkraft bei einsatznahen, repetitiven Tätigkeiten.

Alle Übungen werden in festgelegter Reihenfolge und unter definierten Rahmenbedingungen durchgeführt und ermöglichen so eine objektive, vergleichbare Bewertung der Einsatzfitness. Der Zeitansatz pro Durchgang beträgt insgesamt nur ca. 15 Minuten (plus Rüstzeiten).  Im Anschluss erhalten die Teilnehmenden eine individuelle Auswertung ihrer Testergebnisse samt Trainingsempfehlung.

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